Freitag, 15. Februar 2013

Sch ....

Die letzten Tage waren nicht einfach.

Zum einen setzt mir dieser beschissene Winter wirklich zu und zum anderen war da dieses Problem mit der Einschlafhilfe ... Haste nen Schub, haste mehr ... könnte man sagen. Das Schubpaket einfach so einfach zu kriegen, ist ja so langweilig. Ein wenig Schubaction hilft sehr, die Spannung zu erhalten und deshalb gibts immer wieder nette Überraschungen ... Wir erinnern uns: Ich hatte einen Schub. Und bekam ein wenig Hilfe vom Doc. Eine Nebenwirkung von Schüben bei mir ist es, dass mein Körper kämpft und ich oft sehr mies schlafe und aufgrund von Medis, die eingesetzt werden, oft aufgedreht bin.

Dieser Verlust der Schlafqualität macht mich noch kränker. Wir wissen alle, wer nicht gut schläft, ist genervt, wahlweise auch gerne mal eben am Wasser gebaut oder einfach nur aggressiv, unkonzentriert und schlicht: Durch den Wind.

Wie bitte soll man also wieder zu Kräften und zu Energie kommen, wenn man schlecht schläft?

Dagegen empfiehlt der Mediziner gerne mal ein Medikament, das den Schlaf schnell wieder fördert. Man schläft gut und fühlt sich wohler.

Das ging auch mir so. Ich stellte sicher, dass die Art der Tabletten wirklich leicht war, versicherte mich mehrfach, nicht diese schweren Süchtigmacher bekommen zu haben und schlief gut mit einer halben Dosis.

Dann wurde ich in den letzten Tagen seltsam. Ich war unkonzentriert, ständig gestresst. Mir war so, als ob die Welt komplett am Rockzipfel hängt, auf meinen Schulter hockt und alle wollten gleichzeitig etwas. Ich war zwar wach, aber nicht ich.

Ja, war ja nicht so und mein Rockzipfel ist nicht voll besetzt, aber in dem Moment war mir einfach alles zuviel. Irgendwann hatte ich den Punkt erreicht, an dem ich mich zu fragen begann, woher der Schmarrn kommt. Wo ich doch eigentlich bis zu einem bestimmten Punkt gut drauf war. Hier muss ich zugeben, dass ich es eigentlich hätte wissen müssen, ich hätte auch selbst denken können.

Hab ich aber nicht. Weil selbst ich manchmal ein wenig vernagelt bin. Die Lösung liegt, wie so oft bei mir, in den Nebenwirkungen, die auftauchen können. Die, von denen  man immer in der Überschrift von ganz seltenen Fällen liest. Aber ich bin ich und ich bin selten, seltener, am seltensten und so auch die Nebenwirkungserscheinungen. Da stand etwas von depressiv in seltensten Fällen.

Also ist es amtlich: Ich hab den Jackpot geknackt.

Ich meldete sofort Alarm, entsorgte das Zeug und schlafe seither ohne Chemie. Wir haben sofort auf Natur umgestellt, arbeiten mit Homöopathie, bis sich alles wieder eingependelt hat und mit Lavendel, der mir gut hilft.

Jetzt schlafe ich noch schlecht, aber dafür bin ich gut drauf und auf dem richtigen Weg.

Sch .... gelaufen. Sagte Herzblatt und tröstete mich. Er achtet jetzt darauf, dass ich gut schlafen kann und alles so passt, wie es im Moment wichtig für mich ist. Ach ja, dass man zu Beginn der Phase "ohne" noch ein wenig schlechter schläft, steht da auch. Also ist alles wieder normal und ich mache öfter mal ein Nickerchen oder entspanne beim Schwimmen.

Das tut mir gut und hilft in Sachen "Fit ins Frühjahr" ungemein. :-) Und meine Hummeln im H ... sind auch wieder aktiv.

So mag ich mich lieber und freu mich trotzdem aufs Frühjahr. Eigentlich kann ich es gar nicht erwarten, frisch und munter und wach endlich ohne Eis und Schnee zu leben ....

Grüße

Birgit

Kommentare:

  1. Mir geht dieser nicht endlose Winter mit Dauergrau auch mächtig auf den Senkel!
    Alles Gute und Schultern runter;-)

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  2. Ich glaub', zur Zeit sind viele Leute, auch die sog. "Gesunden", "under the weather", wie man im Englischen sagt. Ständig diese erneuten Schneefälle (bäh! für jeden, der nicht Ski fährt), und dann das trübe Wetter... Und andauernd "kämpft" ein Tiefdruckgebiet aus dem Westen mit einem Hochdruckgebiet aus dem Osten -- und wir hier in Niederbayern sind genau auf der Trennlinie, hab' ich den Eindruck. Es grummelt ständig im Kopf, und oft ist der Tag nur mit ein paar Ibus durchzustehen...

    Gute Besserung und ein bißchen Sonne wünscht allen
    Jutta.

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  3. Hm, das liest sich fast so, als ob sich der Wirkstoff anreichert...

    Birgit, hast du mal probiert, ob Zopiclon bei dir klappt? Wenn man es nur ausnahmsweise nimmt, ist es unkompliziert, die Wirkung hat sich bis zum nächsten Abend wieder abgebaut. Nur wenn man es täglich nimmt, verlernt man bald, ohne das Mittel einzuschlafen.

    Der Nachteil ist, dass man Morgens nicht ganz verkehrstauglich ist (also für Auto und Fahrrad, zu Fuß zum Bäcker geht) und man etwas langsamer in die Gänge kommt. Aber ich bin auch damit zumindest fitter als wenn ich nur drei Stunden geschlafen hätte.

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  4. Hab ich Irene. Klappt auch nicht. Aber ich schlafe wieder besser, ich habe es so nach und nach im Griff. Gott sei dank ...

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