Donnerstag, 12. Oktober 2017

Neulich im Bett mit ...

Also, um es gleich zu sagen, es kommt jetzt nicht das, was mancher so erwarten wird. Bei der Schlagzeile. :-) Und noch was, dieser Beitrag könnte Spuren von Ironie, Übertreibung und einem Hauch Bissigkeit enthalten. Allergikern raten wir vom Lesen ab.

Aber es war so. Ich lag im Bett. Halbdunkel war im Zimmer und der Tag kitzelte schon die Dämmerung heraus. Draußen fuhren erste Autos vorbei. Und doch, es war noch ruhig. Welt im Halbschlaf würde ich das nennen. Kurz davor, ins tägliche Leben einzutauchen, aber noch zu schläfrig, um wirklich loszulegen. Das leise Hintergrundrauschen kam vom Regen, der sich in das Erwachen mogelte und mich sanft auf etwas hinwies.


Ich kuschelte mit der Zufriedenheit und dem Glück. Geniale Bettgenossen übrigens. Neben .... nun ja... :-)

Dienstag, 3. Oktober 2017

#dgnkongress Leipzig 2017

Wie einige von Euch sicher auf Trullas Fanpage auf Facebook mitbekommen haben, war ich vor Kurzem beim Kongress der "Deutschen Gesellschaft für Neurologie" (DGN) in Leipzig unterwegs.

Einer der größten Kongresse für deutschsprachige Neurologen die es gibt und unheimlich spannend. Wenngleich man sich so ein bisschen verloren fühlt, ab und an, weil es dennoch eine irgendwie geschlossene Gesellschaft ist, in die man vordringt.

Allerdings war ich nicht als Frau mit MS da, nicht in erster Linie, sondern als Journalistin, die sich ein Bild über die Entwicklungen in Sachen Forschung etc. machen wollte. Und sollte.


Dienstag, 12. September 2017

Schräg und schief. Und warum ich am Daumen nuckeln soll .... :-)

Als ich letzte Woche unterwegs war, wars cool. Eine tolle Gruppe von 100  Experten vor der ich sprach und mal erklärte, warum ein Patient erst mal ein Mensch und kein Gegenstand ist, wie digitale Lösungen helfen können und jede Menge spannende Fragen beantwortete. I really like.

Was ich nicht mochte war das, was in meinem Gesicht passierte, es fühlte sich an wie nach dem Zahnarzt, betäubt. Gut, ein Zahnarzt würde mir nicht die halbe Nase rechtsseitig betäuben und auch mein rechtes Augenlid würde nicht sich nicht so seltsam anfühlen, aber wenn man ständig im Gesicht herum tastet, um herauszufinden, ob die Nase ganz undamenhaft diverse Flüssigkeiten einfach laufen lässt, ist das auch uncool.

Als ich dann wie einige Male zuvor schon, auf einmal während dem Laufen ohne Heels!!!! sondern mit meinen Sneakers einen fetten Wadenkrampf bekam und mir echt überlegte mich trotzig auf die Straße zu schmeißen und nach einem Taxi zu gröhlen, war das auch nicht nett. Wenn du auf einmal nicht mehr gehen kannst ohne, dass jeder Schritt echt weh tut oder dir ne Gehhilfe wünscht, ist was falsch und zwar richtig .... hm.

Dienstag, 5. September 2017

Zuerst bin ich Mensch ....

Neulich schrieb ich auf Twitter, dass ich die Bezeichnung "Patient" mehr als oft als Stigma empfinde. Ich höre auch von anderen Betroffenen, egal welche Erkrankung, dass sie sich abgestempelt fühlen. Nicht. Nett.
Sagt man, dass man Patient ist, ist man sofort in einer Schublade. Der, die voller Mitleid ist, die Betroffenheit auslöst und in der man "Oh Gott" hört, wenn man sagt, was man hat.

Nun, Gott kann wahrscheinlich nichts für meine MS. Wahrscheinlich kann er auch nichts dafür, dass Menschen die Bezeichnung "Patient" zum Stigma machten. Ich frage mich aber warum man sofort in den Dramamodus verfällt, sobald man erklärt, was los ist. Stigmastempel aufs Hirn und ab mit dir, in die Schublade. Du Patient. Sonst nix. Wirklich? Nö oder?