Dienstag, 20. August 2019

Und manchmal ein zufriedenes Nein - von Prioritäten!


Kennt Ihr das: Jemand kommt an und macht euch ein sehr verlockendes Angebot. So eins, wo man vor Begeisterung Schnappatmung kriegt, nach einem Sauerstoffzelt verlangt und kreischend auf dem Sofa hopst? So eine Sache, die auf den ersten Blick wirklich saugenial aussieht und von der man glaubt, das kommt nie wieder. Was sehr wahrscheinlich ist und man ist verleitet, sofort zuzugreifen.

Sabbernd sitzt man da, hat Feuerwerk im Kopf (Kann ich auch ohne MS ;-) ) und freut sich ein Loch in den Bauch, weil man auf einem Ding sitzt, das besser nicht sein könnte.

Das Angebot ist wohlmeinend, positiv, freundlich und unschätzbar großzügig. So etwas passiert einem nicht oft.  Erstaunen ist angesagt. Und Dankbarkeit.
Man macht sich dann (also ich schon) Sorgen um den passenden Look und andere Dinge, noch bevor man den Rest der Sache genauer betrachtet hat. Aber hey, es ist ein geiler Trip und sowas muss man genießen, also allein dieses Ereignis wohlgemerkt.

Wenn man dann wieder von diesem Rundflug auf die Erde plumpst, oder sanft landet, weil man ja dieses wohlmeinende und unschätzbar weiche Wölkchen unterm Popo hat, fängt man auch wieder an, normal zu denken. Meistens jedenfalls. Abgesehen von dem einen oder anderen Knallfrosch, der zurückbleibt. Was aber ok ist.

Mittwoch, 7. August 2019

Bist du der, der du immer sein wolltest?



Diese Frage las ich schon vor einiger Zeit irgendwo in diesen virtuellen Welten. Und sie hat mich echt beschäftigt.

Bist du der, der du immer sein wolltest?

Bei mir kam dann die Frage auf, was ich sein wollte, als ich jünger war.

Die große Frage für mich war: Kann ich die sein, die ich immer sein wollte? So nach der MS Diagnose und vielen anderen Ereignissen? Schwer zu beantworten oder?

Dienstag, 30. Juli 2019

Der Kuh Rhythmus! Oder was Kühe mit Achtsamkeit zu tun haben.


Das da sind Erna und Ihre Mädels. Ich traf sie neulich, als ich durchs Gebirge wanderte. Die Wanderung ist entlang eines Berges, man kommt nur hin, wenn man den Sessellift für den ersten Aufstieg nutzt und dann geht es einen schmalen Pfad dahin.

Über Wiesen, Kiefernhaine und über Kuhweiden. Dort wachsen Blümchen, Kräuter und es duftet nach Heu und Sommer. Idyllisch, denn auf diesen Pfaden findet man nicht so viele Menschen und man kann sein Tempo selbst bestimmen. Man wandert mir dem Takt der Natur und die Zeit bestimmt der Rhythmus der Kühe.

Montag, 8. Juli 2019

Freiheit mit Rückenwind ...

So gesehen, ich fuhr schon immer gerne Rad. Als Kind waren sie feuerrot und hatten eine laute Klingel.

Später wurden sie größer und zuletzt fuhr ich ein Damenrad mit 7 Gängen, Rücktrittbremse und ich mochte es lange. Allerdings stellte ich auch fest, dass mir die MS so ein bisschen die Power in den Beinen verloren gegangen war.
Trotz Crosstrainer und vielem Laufen kam ich den Berg nur unter Schmerzen hoch. Dort, wo der Lieblingsbiergarten liegt.

Unter Kastanien plaudern und genießen war immer mit Schmerzen verbunden. Und langen Pausen.

Gefiel mir nicht und dem Herzblatt auch nicht. Ihm entging das Vergnügen ja auch.