Mittwoch, 27. März 2013

Diät?

Zur Zeit geht eine Diskussion immer wieder durch die Medien: Salz ist nicht gut für MS Patienten.

Nicht, dass wir nicht wüssten, dass ein Überkonsum an Salz sowieso nicht die vernünftigste Sache ist, so haben Forscher festgestellt, dass Salz eine bestimmte Gruppe aggressiver Immunzellen quasi anstachelt, die an der Auslösung von MS beteiligt sind.

Fachsimpeln wir ein wenig über Diäten? Vor einiger Zeit hörte ich auch von einer Diät aus den USA. Eine MS Patientin verzichtet, grob gesagt, auf alles, was lecker ist. Weizenprodukte, Milcherzeugnisse, Zucker, Fleisch. Sie ersetzt alles das mit anderen Produkten oder verzichtet ganz. Andere wiederum achten überhaupt nicht auf ihre Ernährung, die kenne ich auch. Sie sagen, dass es ihnen mit MS gut geht und sie mit normaler Ernährung gut zurechtkommen.

Klar ist, maßvolle und gesunde Ernährung ist immer gut. Der Körper braucht Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und viele andere wertvolle Inhaltsstoffe. Dieser Umstand betrifft uns alle, ob gesund oder erkrankt.

Es gibt auch Erkrankungen, die eine bestimmte Ernährung erfordern, weil Allergien vorhanden sind, Unverträglichkeiten oder Diabetes und viele weitere Gründe für eine Umstellung vorliegen.

Ich selbst ernähre mich gemischt. Zur Zeit mag ich viel Salat und Obst, ich glaube, das ist die Sehnsucht nach Frühling, alles was grün ist, ist nicht sicher vor mir. :-) Allerdings sage ich auch bei einem Steak oder einem Schnitzel schon mal nicht nein.  Ich höre auf meinen Körper und der sagt mir meistens schon ziemlich genau, was gerade richtig gut wäre.

Dann kenne ich MS Patienten, die futtern nur noch Rindfleisch und lassen sonst ziemlich viele Gemüse und Obstsorten weg und entsagten dem Süßen. Ob das richtig ist? Ich weiß nicht.

Eine Recherche ergab, dass es keine wirkliche Diät im herkömmlichen Sinne für MS gibt. Allerdings kann man mit der Reduzierung von gewissen Stoffen im Essen durchaus positiv Einfluss auf das Wohlbefinden nehmen und dem Körper etwas Gutes tun.

Weglassen sollte man Alkohol. Auch in Sachen Fettgehalt sollte man auf maßvolle Verwendung achten. Die im Fisch enthaltenen Omega 3 Säuren sind dagegen hilfreich und wirken entzündungshemmend. Auch Vitamine, nämlich A, C und E helfen hier. Ebenso Lebensmittel, die Kupfer, Selen und Zink enthalten sind entzündungshemmend. Das hat mir auch der Doc schon erzählt und ich versuche schon, darauf zu achten.

Wer Kräuter nutzt und das schon erwähnte Salz reduziert und auch den Zuckerkonsum einschränkt, kann sich Gutes tun.

Eine vollwertige Ernährung und viel Trinken sind die besten Tipps, die ich so fand. Tipps, die wir alle kennen und die für alle anwendbar sind und auch die entzündungshemmenden Elemente in der Nahrung zu nutzen, fördert.

So, jetzt ein wenig Lesestoff, den Ihr bitte mit "copy & paste" in Euren Browser einfügen müsst, da mir das automatische Verlinken hier nicht ermöglicht wurde:

Der Artikel der DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft) über das Salz im Essen:

http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/index.php?w3pid=news&kategorie=forschung&anr=4581

Einige Infos zur Erkrankung selbst von der DMSG:

http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/index.php?w3pid=ms

 

Also, erzählt, worauf achtet Ihr bei Eurer Ernährung? Wer macht eine Diät und wer kann darüber erzählen?

Birgit

 

Kommentare:

  1. Hallo Birgit,

    ich hab mit meinen 41 Lenzen noch nie Diät gehalten. Ich esse was mir schmeckt - nicht so viel und nicht zu wenig.

    Alkohol trinke ich kaum, vielleicht mal auf einer Feier oder in Gesellschaft, aber da wirklich nicht bis zum Verlust der Muttersprache. Auch da ich seit 8 Monaten Gilenya einnehme und auf meine Top Leberwerte absolut stolz bin ;)

    Mir wurde schon öfters Fisch empfohlen. Aber den mag ich nicht. Vielleicht hast Du da Erfahrung bzgl. Omega3Fettsäure? Nahrungsergänzungsmittel einnehmen? Was meinst Du?

    Liebe Grüsse, Andrea :)

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  2. Hallo Andrea,

    mit dem Verzicht und der Diät habe ich es auch nicht wirklich. :-) Wie ich ja schrieb, ich versuche, gesund zu leben und mit Maß und Ziel zu futtern. Ich fühle mich auch wohl, so wie ich bin. Und wir können uns quasi in ein Boot setzen, mit dem Fisch, das ist so ne Sache, nicht meins. Daher fragte ich mal in die Runde, was ich jetzt auch noch einmal mache: Wer hat Erfahrung mit diesen ganz speziellen Diäten und Sonderernährungsformen und deren Auswirkungen?

    Viele Grüße
    Birgit

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  3. Hallo Birgit,

    Fleisch = Arachidonsäure = Entzündungsfördernd
    Gemüse, Salat usw. = Linolsäure = Entzündungshemmend

    So mal kurz gesagt!

    Wenn ihr keinen Fisch mögt, könnt ihr auch Leinöl verwenden (zb im Salat). Leinöl hat einen sehr hohen Omega3 Haushalt!

    Also zu mir, ich habe die Diagnose vor 2 Jahren bekommen. Zuerst (aus lauter Panik) habe ich alles erdänkliche gemacht/probiert.

    Heute bin ich leider zu faul für das Ganze! Ich mache keine Diät mehr, halte das nicht wirklich ein. Ich esse wonach es mir beliebt! (ich muss auch sagen, ich rauche und trinke alkohol [aber keinen Rausch]) Rauchen ist ein Laster, welches ich beseitigen möchte. Hinhauen tut es aber net so ganz :p.

    Ich bekomme einmal im Monat eine Vit-B12-Spritze damit der Haushalt in meinem Körper gedeckt ist. Auch nehme ich ergänzend Selen + Vitamin D (da wir schon wissen, vit D mangel kann Schübe auslösen).

    MFG

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